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Mathraki und Erikousa Kleine Inseln im Ionischen Meer

Von Griechische Inseln Team |

Zehn Monate im Jahr sind Mathraki und Erikousa nahezu verwaist. Die beiden Inseln liegen nordwestlich von Korfu weit vor der albanischen Küste. Über 90 Prozent der Insulaner leben und arbeiten dann in Nordamerika, ein paar weitere haben sich auf dem nahen Korfu geschäftlich etabliert. Mitte Mai kommen die Eilande langsam wieder in Schwung. Die ersten Yachten legen an, die ersten Ausflugsboote aus dem Norden Korfus kommen für ein paar Stunden herüber. Verwandte der Emigranten machen – oft mit Hilfe von albanischen Tagelöhnern – die vielen neu erbauten Sommerhäuser und Altersruhesitze sowie ein paar Pensionen für den Sommer wieder fit.

Auf Mathraki (offiziell 300 Einwohner, 3,1 km²) ist Mitte Mai nur die kleine Taverne am Hafen geöffnet, die auch als letztes verbliebens von einst fünf Pantopoleia der Insel fungiert. Die Taverne und das Kafenío im Hauptdorf Áno Mathráki sind noch geschlossen, Zimmer werden noch nirgends vermietet. Die junge Wirtin beantwortet bereitwillig meine Fragen. Polizei gibt es auf dem Inselwinzling nicht, wohl aber einen Doktor. Der sitzt in Ermangelung anderer Zerstreuung mir gleich gegenüber in der Hafentaverne. Ein Priester kommt bei Bedarf aus Nord-Korfu herüber, Schulkinder gibt es nicht. Ich frage, wie ich denn an ein Zimmer für den Sommer käme: Sie schreibt mir per Hand sieben Vornamen auf und setzt Telefonnummern dahinter. Was macht man im Sommer auf Mathraki? Nichts! Ein Sandstrand beginnt gleich neben dem Hafen, vom Kai aus kann man die Angel auswerfen. Zwei Tavernen und ein Kafeneio stehen fürs leibliche Wohl bereit – und die jeden Nachmittag neu eintreffenden Yachten sorgen für ein internationales Unterhaltungsprogramm. Was will man mehr?

Strand bei Erikousa

Auf dem benachbarten Erikousa (offiziell 700 Einwohner, 4,5 km²) sind die Möglichkeiten schon etwas größer. Da gibt es seit Jahrzehnten ein richtiges Hotel mit etwa 20 Zimmern, gemanagt von einem jungen, tatkräftigen Wirt, der sogar auf eigene Kosten einen Inselprospekt und eine Inselwebsite (www.erikousa.gr) produziert hat. Die Restaurantterrasse ist stylish möbliert, aus den Lautsprechern erklingt sanfte Chillout-Musik. Der Küchenchef bereitet alle Gerichte frisch zu, verfeinert griechische Gerichte kreativ, kocht auch italienisch. Und die Insel lädt zu langen Spaziergängen durch dichte Olivenwälder an sanften Hügeln ein. Ein langer Sandstrande beginnt gleich am Hafen und verläuft auch am Hotel entlang, ein zweiter ist nach 20 Gehminuten erreichbar. Auf Erikousa sind sogar zwei Polizisten stationiert, aber eine Schule gibt es auch hier nicht mehr. “Als ich ein Kind war, waren wir noch 100 Schüler”, erzählt der Wirt einer Snack-Bar, “jetzt ist die Insel kinderlos.”

Schiffsverbindungen: Von Agios Stefanos im Nordwesten Korfus und von der Stadt Korfu mehrmals wöchentlich Fährverbindung zu beiden Inseln. Im Winter stark wetterabhängig.

Gastbeitrag von Klaus Bötig

Beitrag aus: Ionische Inseln |


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