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Thassos - Schöne Insel im Norden

Von Griechische Inseln Team |

Thassos ragt als gewaltiges Gebirge 1204 Meter hoch aus der Ägäis dicht vor der makedonischen Küste. Vom Airport der einstigen Tabakhandelsmetropole Kavalla, um den herum im Frühjahr Spargel gestochen wird, sind es nur ein paar Minuten Fahrt zum kleinen Fährhafen von Keramoti. Hier endet der viele Kilometer lange, helle Sandstrand, der die Uferzone des Nestos-Deltas säumt, eines der artenreichsten Naturreservate auf dem griechischen Festland. Zusammen mit der wilden Nestos-Schlucht kann man es von Thassos aus auf Tagestouren erkunden – zu Fuß, per Mountainbike oder auf einer geführten Jeep- und Kanusafari.

Im Hafen von Limenas auf Thassos

Von der Thassos-Fähre rollen Lkw , die jeder nur einen Stein auf der offenen Ladefläche tragen: Einen Block des kostbaren thassischen Marmors, der schon seit der Antike auf der Insel abgebaut wird. Die Überfahrt dauert nur 40 Minuten, dann ist die Inselhauptstadt Limenas erreicht. Im alten Hafen dümpeln Fischer- und Ausflugsboote vor sich hin. Gleich dahinter steigen üppig grüne Hügel auf. Über ihren Kamm zieht sich gut sichtbar der Rest einer antiken Stadtmauer mit Türmchen und Toren, die auch ein antikes Waldtheater und eine mittelalterliche Burgruine umschließt. Limenas ist ein beschauliches Städtchen, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit durchdringen. Auf dem antiken Marktplatz, der Agorá, spielen Kinder und schmusen junge Pärchen. Über den Grundmauern des 2500 Jahre alten Dionysos-Tempels hängt Wäsche zum Trocknen, durch die Steinquader des Silinos-Tors fahren heute Autos statt Ochsenkarren.

Die Straße führt kurvenreich in die ursprünglich gebliebenen Bergdörfer Panagia und Potamia, deren stattliche Häuser  wie eine alpine Kulisse vor dem höchsten Inselberg stehen. Sie sind die ersten Stationen einer Inselrundfahrt auf der fast genau 100 km langen Inselrundstraße. An ihr sind die meisten Orte recht jung, denn früher siedelten die Insulaner lieber gut vor den Augen von Piraten versteckt im Inselinnern. Kleine Stichstraßen führen von den Hafen- und Badeorten aus hin in eine stille, ganz ländliche Welt. Inseldurchquerungen sind nur mit dem Jeep oder zu Fuß möglich, zu rau sind die Pisten im schwer zugänglichen Bergland. Reiseveranstalter bieten denn auch eine Wanderwoche auf Thassos an, in der sogar der höchste Inselberg, der Ipsarion, bestiegen wird.  Unterwegs bergen mittelalterliche Kirchen und Kapellen kunstvolle Fresken. Auf blumenreichen Dorfplätzen verwöhnen die Wirte ihre Gäste mit leckerem Lamm, Tintenfisch, kräuterreichen Salaten, köstlichem Ziegenkäse und thassischem Wein. Kleine Läden bieten die Spezialitäten der Insel zum Mitnehmen an: Honig vor allem und in Sirup eingelegte Früchte von Feigen bis zu Bergamotten, von Kirschen bis zu grün geernteten Walnüssen.

An der Küste wechseln sich lebhafte Urlaubsorte wie Potos und Limenaria mit ruhigen Stränden ab, an denen bestenfalls zwei Tavernen stehen. Der unbestritten schönste Feinsandstrand ist der von Makri Ammos. Wer feinen Kies bevorzugt, wird zum Beispiel bei Skala Prinou fündig. Besonders reizvoll ist die Südküste: Bevor sich da die Inselrundstraße nach Aliki hinabsenkt, passiert sie noch das große Kloster Archangelou an einem Steilufer hoch über dem Meer, das schon ganz vom Baustil der Mönchsrepublik Athos geprägt ist. In Aliki säumen schmale Strände die beiden Ufer einer winzigen, urwaldhaft grünen Halbinsel mit den Überresten eines antiken Heiligtums und Spuren der Marmorgewinnung im Altertum: Von hier aus brachten Schiffe die direkt am Meer gewonnenen Marmorblöcke in die Zentren des alten Hellas.

Die lebhafteste Uferpromenade säumt den langen Sand- und Kiesstrand von Potos. In Straßencafés und trendigen Lounges sitzt man zu jeder Tages- und Nachtzeit gut, weiß kleine Geschäfte für den Shopping-Bummel hinter und die Ägäis vor sich. Fast immer ist von hier aus in der Ferne die Athos-Halbinsel zu sehen, der östliche der drei Finger der Chalkidiki.

Gastbeitrag von Klaus Bötig

Beitrag aus: Inseln Nordöstliche Ägäis |


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