Im Archäologischen Museum von Paros
Von Griechische Inseln Team |
Wer vorher auf Mykonos war und dort die Vase mit der Darstellung des Trojanischen Pferdes aus dem 7. Jh. v.Chr. gesehen hat, findet auf Paros noch einen zweiten archäologischen Fund, der zeigt, dass nicht alle alten Griechen todeshungrige Krieger waren. Imdortigen Archäologischen Museum ist das Kapitell einer Stele zu sehen, die den parischen Lyriker Archilochos zeigte. Archilochos, der im gleichen Jahrhundert lebte, als die mykoniotische Darstellung des Trojanischen Pferdes entstand., verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Söldner. Er war aber nie ein tumber Kriegsheld. Das belegen einige Zeilen, die er schrieb, nachdem er in einer Schlacht seinen Schild einem Gegner überließ, um schneller flüchten zu können: “Mit dem Schild protzt jetzt ein Saier, den ich bei einem Gebüsch … zurückließ, und wollt’s doch nicht. Ich selbst aber hab’ mich herausgerettet: was schert jener Schild mich? Fahre er hin! Von neuem werde ich mir einen erwerben, der schlechter nicht ist.” (Nachzulesen in: Archilochos, Gedichte, erschienen im Insel-Verlag, Frankfurt/Main 1998).
Gastbeitrag von Klaus Bötig
Beitrag aus: Kykladen |
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