Mama mia – Skopelos
Von Griechenland Fan | 24.Januar 2009
Die Hollywood-Verfilmung des Abba-Musicals „Mama mia“ hat die Schönheit der Sporadeninsel Skopelos auf die Leinwände der Welt gebracht. Fast alle Szenen des Films wurden 2007 auf der Nachbarinsel von Skiathos gedreht, auf der der nächste Flughafen angesiedelt ist. Die Originalschauplätze des Films können besichtigt werden; jeder Insulaner kennt sie, zum Beispiel den Strand von Kastani und das kleine Kirchlein Agios Ioannis, wo Pierce Brosnan und Meryl Streep sich für den Film trauen ließen, oder die tollen Buchten von Nisi und Amarantos.
Schön ist auf der grünen Insel aber auch die kleine Inselhauptstadt Skopelos (siehe Foto), in der nur wenige Szenen gedreht wurden. Wer sich ihr von See her nähert, wird von ihrem Anblick überrascht. Sie zeigt sich dem Ankömmling erst im letzten Augenblick, wenn Autofähre oder Tragflügelboot schon fast im Hafen sind. Das Städtchen liegt an der Westseite einer nach Norden offenen, halbrunden Bucht. Im Westen und Osten umrahmen Berge den Ort, während er im Zentrum von einer flachen Talsenke durchzogen wird. Die Häuser und Kirchen des Dorfes ziehen sich einen Hang empor, an dessen höchstem Punkt eine kleine Burgruine vom Mittelalter zeugt.
Im Gassengewirr liegen schläfrige Katzen vor Hauseingängen, suchen Hunde nach Futter, spielen Kinder auf steilen Gassen Ball. Viele der skopelitischen Wohnhäuser sind mit Liebe zum Detail verziert. Farbige Balkone werden von Konsolen aus Holz, Marmor oder anderem Gestein getragen, die Haustüren sind oft handgeschnitzt, zarte Gardinen hängen in den Fenstern. Kleine Vorgärten und große tönerne Vorratsgefäße sorgen für Blumenschmuck, Hausfassaden sind mit Wein oder Bougainvillea berankt. Schön gefasste Brunnen künden von Zeiten, als die Häuser noch keine privaten Wasseranschluss hatten, und überall sind Kirchen und Kapellen zwischen die Häuser gebaut. Teil eines Gangs durch die Oberstadt sollte auf jeden Fall ein Bummel durch die so genannte Old Market Street sein, die historische Bazargasse.
Gastbeitrag von Klaus Bötig
Beitrag aus: Nördliche Sporaden |
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