Taubenhäuser auf Tinos
Von Griechenland Fan | 3.Februar 2009
Tinos ist neben Patmos die zweite per Gesetz heilig gesprochene Insel Griechenlands. Jedes Jahr kommen Hunderttausende Pilger hierher, um im Marienheiligtum zu beten und sich für von Maria vollbrachte Wunder zu bedanken. Tinos ist das Lourdes der Ägäis. Griechisch ist Tinos wie die übrigen Kykladen erst wieder seit 1829. Zuvor war es Jahrhunderte lang in venezianischem Besitz.
Aus dieser Zeit stammen wohl auch die für Tinos so typischen steinernen Taubenhäuser, die überall auf der Insel in Tälern und auf Bergen, auf Feldern und sogar in Stadt und Dörfern stehen.
Der untere Teil dieser Taubentürme diente als Speicher und Schuppen. Das Obergeschoss war reich mit Schiefer- und Marmorplättchen verziert.
Zum Teil bildeten diese Verzierungen in Form von Dreiecken, Vierecken, Rauten und Kreisen, stilisierten Sonnen und Zypressen eine Vielzahl von Schlupflöchern für die Tauben.
Die wurden weniger ihres Fleisches als viel mehr ihres Dungs wegen gehalten, denn mit dem Taubenguano düngte man die Felder.
Gastbeitrag von Klaus Bötig
Beitrag aus: Kykladen |
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