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Lefkas-Lefkada

Lefkas - Insel für Autofahrer… Lefkas ist neben Euböa (Evia) die einzige griechische Insel, die man über eine Brücke auf dem Landweg erreichen kann. Deswegen ist sie bei Campern und Wohnmobilisten sehr beliebt. Vor allem im August wimmelt es hier von Italienern, Zimmer sind in diesem Monat ohne Reservierung kaum zu finden. Seine Festlandsnähe wegen ist Lefkas (295 km², 22 500 Ew.) auch in der Vergangenheit schon Ziel fremder Invasoren gewesen. Anders als die übrigen Ionischen Inseln stand es zwischen 1467 und 1684 unter osmanischer Herrschaft. Erst danach wurde es wieder venezianisch. Moscheen sind trotzdem nicht zu sehen, wohl aber eine ganz andere Art von Hausarchitektur.

 Lefkas - typisches Haus in Lefkada

In der Inselhauptstadt Lefkada waren die meisten Häuser nur zweigeschossig, die Obergeschosse waren aus Holz konstruiert. Inzwischen hat man diese Obergeschosse häufig in den unterschiedlichsten Farbtönen gestrichen. Das verleiht Lefkada einen Hauch von karibischer Atmosphäre, stellenweise fühlt man sich nach Bonaire oder Curacao versetzt.


Nidri ist das Touristenzentrum und der Hauptfährhafen der Insel (kleine Autofähren nach Kefallinia und Ithaki).  Unmittelbar vor der Küste liegt die winzige Privatinsel Madoúri mit einer klassizistischen Villa, einst Wohnsitz des lefkadischen Lyrikers Andreas Valaoritis (1824-1879). Auf der Spitze der gegenüberliegenden Halbinsel ist der deutsche Archäologe Wilhelm Dörpfeld nahe seinem Altersruhesitz bestattet.  Am südlichen Ortsrand von Nidri legte er 1905-1912 reinen frühbronzezeitlichen Friedhof mit 33 Gräbern frei. Eigentlich aber suchte er den Palast des Odysseus, den er nicht auf Ithaka, sondern auf Lefkas vermutete.

Im Inselsüden von Lefkas ist der landschaftlich besonders schön gelegene Badeort Vassiliki eine gute Alternative für einen längeren Aufenthalt. Der historische Ortskern mit seinen zeigelgedeckten Häusern, deren Obergeschosse mit Holz verkleidet sind, sorgt für eine anheimelnde Atmosphäre. Am Hafen sitzt man in den Tavernen unter Eukalyptusbäumen sehr romantisch. Ein fast 2 km langer Kiesstrand beginnt direkt am Hafen, Badeboote fahren in verschiedene Strandbuchten sowie an die Strände der Halbinsel Lefkata. Auf dieser Halbinsel bildet der tief unter weißer Steilküste gelegene Strand von Porto Katsiki ein Fotomotiv, mit dem auch die Fremdenverkehrszentrale weltweit auf Postern wirbt. Ganz im Süden der Halbinsel weist  ein unbemannter Leuchtturm am Kap Doukato den vielen vorüber fahrenden Schiffen den Weg in den Golf von Patras. In der Antike stand hier ein Apollon geweihter Tempel. Vom Kap Doukato soll bösartigen männlichen Verleumdungen nach auch die lesbische Lyrikerin Sappho aus Liebeskummer in den Tod gesprungen sein.

Autor: Klaus Bötig