Griechische Inseln
 Reiseangebote: alle Angebote mit Frühstück mit Halbpension mit all inclusive

Suche...


Griechische Inseln Themen

Griechische Inseln Seiten

Naxos - Paros

Naxos ist wohl die berühmteste Insel der Kykladen. Sie umfasst eine Landfläche von 448 km². Besondere Merkmale sind die Höhen von 1000 Meter, die den Berg Zas bilden. Mit Schichten von Gneis und Glimmerschiefer beherrscht er das gesamte Land der Insel. Etwas weiter in den Höhen  gibt es Schichten aus Urkalk. In der Mitte der Insel, westlich des Zas liegt eine Hochebene, die Livadi. Sie sehr olivenbestanden. Nach Süden zum Meer hin erstreckt sich eine weitere etwas niedrigere Ebene. Die sehr Steilen Felsufer ließen das Anlegen von Schiffen kaum zu, zudem gibt es unbändige Nordwinde.

 Naxos

Dennoch gibt es einige wichtige Häfen auf Naxos, so zum Beispiel Apollon im Morden, Moutsouna im Osten und Panormos im Süden. Der wichtigste unter ihnen ist aber der Hafen von Chora, dem Hauptort der Insel. Diese Stadt ist nach wie vor mit dem Antlitz der mittelalterlichen Zeit erfüllt. Am Ende einer fruchtbaren Ebene findet sich dort die Burg umgeben von den dazugehörigen Gebäuden. Zwischen ihnen findet sich ein gotischer Turm. Die Häuser präsentieren sich mit meist mehreren turmartigen Stockwerken und Wappen an den Hauswänden ganz in alter byzantinischer Tradition der Mistra-Kulur. Zudem finden sich Elemente aus westeuropäischen Kulturen. Chora wurde zur Hauptstadt als die Kreuzritter 1204 Konstantinopel eroberten und der Venezianer Marco Sanudo das Herzogtum der Ägäis gründete. Naxos wurde lange von den Nachkommen und dann bis 1566 von der Familie Crispi regiert. Dann übernahmen die Türken die Herrschaft der Insel. Der rege Niederlass von Großgrundbesitzern zeugte seit jeher von einem Wohlstandszustand, der sich bis auf die Zeit des 6. und 7. Jahrhunderts v. Chr. zurückführen lässt. Die Viehzucht und der Ackerbau schienen sich durch gute Bedingungen bestens zu erwehren und waren wahrscheinlich profitabler als der Handel. Die wenigen, bereits genannten Häfen und, im Gegensatz dazu der ertragreiche Boden dürften der Grund dafür gewesen sein.


Unmittelbar westlich von Naxos liegt die Insel Paros. Sie ist 165 km² groß und gehört ebenfalls zu der Kykladen-Inselgruppe. Paros könnte als Doppelinsel gesehen werden, weil sich unmittel bar im Südwesten von ihr die Insel Andiparos liegt. Sie ist nicht mal ein viertel so groß wie Paros und dennoch bewohnt. Zudem gibt es wsüdwestlich und nördlich der beiden Inseln viele kleine Eilande, mit denen die beiden Inseln eine Gemeinde bilden. Sie unterliegt der Präfektur Kykladen. Auf Saliagos, einer der kleinen Inseln, fand man die ältesten Siedlungen der Kykladen, die auf die Jungsteinzeit zurückzuführen sind. Heute ist die Insel unbewohnt.

Paros war schon im Altertum berühmt für seine weißen Marmorvorkommen, man spricht vom parischen Marmor. Die zwei Hauptgipfel der Insel sind der 771 Meter hohe Profitis Ilias und der nur um ein Kleines niedrigere Stroumboulas. An der Nordseite von Profitis Ilias befindet sich das Kloster Agois Minas und unweit davon lagerte das kostbare Marmor.

Taverne am Strand

Heute ist Paros ein beliebtes Ferienziel. Der kleine regionale Flughafen ist durch Olympic Airlines mit Athen verbunden. Parikia ist der Hauptort der Insel. Dort steht die Katapoliani, eine der schönsten Kirchen von Griechenland. Überlieferungen besagen, dass sie während der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Justinian von Isidoroas erbaut wurde. Erwähnenswert ist das Taufbecken bestehend aus Marmor des ehemaligen Baptisteriums. Die Räume der Kirche sind sehr komplex und beinhalten kleine Kapellen. Sie sind den beiden Heiligen Kosmas und Damianos gewidmet.

Wahrscheinlich inspiriert durch das Vorhandensein des weißen Marmors lebten mehrere Bildhauer auf der Insel. Die bekanntesten von ihnen sind Skopas, ein bedeutender Vertreter der späten Klassik, und Agorakritos, der ein Schüler des berühmten Phidias war. Ihr Leben auf der Insel oder zumindest die Abstammung von ihr sind literarisch bewiesen.

Die Schwierigen Verhältnisse einer unruhigen Zeit bilden den geschichtlichen Hintergrund der Insel Paros. Die Bevölkerung schien recht abenteuerlustig gewesen zu sein. Obendrein sagt man ihnen eine rege Streitlust, Fehden mit den Nachbarn, Überfälle und Brandkatastrophen nach. Der harte und mühsame Alltag wurde gewürzt mit märchenhaften Anekdoten über Schiffbrüchige, die sich der allgemein rauen See um Paros ergeben mussten und von Delphinen gerettet wurden. Entgegen dem berüchtigten Meereswüten und der rauen Sitten zeigt sich die Landschaft auf Paros äußerst friedfertig. Die Zentralachse bildet in mäßiger Höhe der Kamm der Marpessa, der in sanfte Hügel übergeht. Diese erstrecken sich bis zum Küstenrand und lassen an drei Seiten der Insel verhältnismäßig große Ebenen zu. Das Anlegen mit Schiffen ist durch zwei tiefeingeschnittenen Golfströme möglich. Der nördliche Naousa und der westliche Paroikia. Zudem gibt es im Osten die kleine bucht Marmara, die dem Hafen einen Schutz vor den Winden bietet.

Im Internet entdeckt: Naxos Aquarelle - schöne Impressionen der Insel