Griechische Inseln
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Peloponnes

Die Halbinsel Peleponnes befindet sich auf der Südseite des griechischen Festlands. Sie ist der südlichste Teil der Balkanhalbinsel und wird von circa einer Millionen Menschen bewohnt. Ihren Namen erhielt sie von der mythologischen Figur Pelops, welcher angeblich ein Sohn des Königs Tantalos war. Genauer genommen bedeutet der Name soviel wie „Pelop’s Insel“ da sich der zweite Teil des Namens aus dem griechischen Wort für Insel ergibt. Im Osten grenzt die Halbinsel an Ägäis und im Westen an das Ionische Meer.

Peloponnes

Obwohl Peloponnes seit dem Jahre 1893 durch einen Kanal vom Festland angetrennt wurde, wird es nicht als Insel angesehen, weil die Wassertrennung künstlich erfolgte. Verbindungen bestehen seit dem Jahr 2004 durch Brücke zwischen Rio und Andirrio. Die Brücke ist mehr als zwei Kilometer lang.


Und doch war Peloponnes ursprünglich eine Insel, die sich aber durch die Verschiebung der afrikanischen und saudiarabischen Platte in Richtung Norden mit dem Festland verbunden hatte. Diese erdgeschichtlichen Informationen wurden durch die relativ jungen Faltengebirge belegt, die sich in Peloponnes zahlreich finden und der Landschaft ein individuelles Bild geben. Die Verschiebung der Platten hält weiterhin an uns so zählt Peloponnes neben Italien zum gefährdetsten Gebiet für Erdbeben. Die Bevölkerung hat zudem immer wieder mit verheerenden Bränden zu kämpfen, die ihre Ursache in geografischen, klimatischen und vom Menschen verursachten Verhältnissen haben. Der letzte große Landschaftsbrand suchte Peloponnes im Sommer des Jahres 2007 heim.

Peloponnes Geschichtliches

In der Argolis fand man die Franchthi-Höhle, der älteste Platz Griechenlands mit prähistorischen Funden, der sich auf eine Zeit ab 15.000 v. Chr. zurückdatieren lässt. Das Altertum wurde in Peloponnes dann von der mykenischen Kultur beherrscht. Diese fand um 1100 v. Chr. ein abruptes Ende. Die Archaier hielten sich neben den Dorern im Nordwesten und nach der Herrschaft Spartas in der klassischen Zeit wurde Peleponnes von dem Arkadischen Bund beherrscht. Ausgangszeitpunkt dieser Herrschaftswendung ist das Jahr 371 v. Chr. als bei der Schlacht von Leuktra das Sparta-Regime zu Fall gebracht wurde. Teile von Peloponnes schlossen sich nach der makedonischen Herrschaft zum Achäischen Bund zusammen. Dieser wurde nach der Zerstörung Korinths von den Römern im Jahre 146 v. Chr. jedoch wieder aufgelöst. Auch die Slawen gelten in der Spätantike als nennenswerte Eroberer Peloponnes’. Über Jahrhunderte hinweg gehörte die Halbinsel zur Byzans, bis schließlich die Kreuzritter im Jahre 1204 ins Land einrückten und es eroberten. Allerdings konnten die Byzantiner bald die Gegend um Mystras und weite Teile Peloponnes zurückerobern. So wurde Mystras bald zum Zentrum der Halbinsel.

Ein Regimewechsel folgte dem anderen auf Peloponnes. So wurde das Land ab dem 15. Jahrhundert zum Beispiel zwischen Venedig und den Osmanen ständig hin und hergeschoben, bis die gesamte Moreo schließlich im Zeitraum zwischen 1686 und 1715 zu einer venezianischen Provinz wurde. 1822 kam es schließlich zur Unabhängigkeit Griechenlands, was dazu führte, dass die Halbinsel dem Staat zugehörig wurde.

Peloponnes Verkehr

Wie bereits erwähnt, wurde im Westen die Rio-Andirrio-Brücke im Jahr 2004 eingeweiht. Auch im Osten sind mehrere Brückenverbindungen über den Kanal von Korinth der Halbinsel zum Festland gegeben. Zudem erschließt die Halbinsel ein mehrspuriges Bahnnetz mit Schmalspurschienen, wobei die Hauptstrecke von Athen über Korinth nach Patras führt und sich an der Westküste entlang nach Kalamata erstreckt. Zwischen Korinth und Kalamata ist zudem eine Strecke über das Landesinnere gegeben. Durch Peloponnes führen zwei große Schnellstraßen, die nach Zahlung einer Mautgebühr befahren werden dürfen. Kurz vor dem Isthmus von Korinth treffen sie auf einander und führen schließlich nach Athen. Flughäfen gibt es im Nordwesten bei Patras und im Südwesten bei Kalamata. Außerdem gibt es Seeverbindungen mit der Fähre nach Italien von Patras aus sowie von Kyllini zu den Ionischen Inseln Zakynthos und Kefalonia.