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Syros - Ermoupolis

Ermoupolis, Stadt des Handelsgottes Hermes, auf der Insel Syros ist die größte Stadt der Kykladen. Mit fast 20 000 Einwohnern ist Syros die bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Insel der Kykladen. Das liegt vor allem daran, dass die Inselhauptstadt Ermoupolis zugleich auch die Verwaltungshauptstadt des ganzen Archipels ist und dass hier außer Behören, Gerichten und einer Zweigestelle der Universität der Ägäis auch eine Werft angesiedelt ist.

 Insel Syros

Syros besitzt einen der bedeutendsten Häfen der griechischen Inselwelt und einen kleinen Flughafen, ist also von Athen aus gut zu erreichen. Gute Verbindungen bestehen auch zu den meisten Inseln der Kykladen. Ermoupolis ist eine Stadt mit viel historischem Flair. Sie ist rund um den Hafen und an den Hängen zweier Markanter Hügel erbaut, die jeder von einer Kirche bekrönt werden. Geschichtlich gesehen ist der eine Hügel der der griechisch-orthodoxen Syrioten, der andere der der römisch-katholischen Insulaner.


Anders als sonst in der Ägäis sind hier nämlich beide Konfessionen vertreten, auf Syros residiert sogar ein römisch-katholischer Bischof. Ermoupolis wäre in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast zur Hauptstadt ganz Griechenlands gekürt worden. Die Stadt war größer und reicher als Athen, ihr Hafen weitaus wichtiger als der von Piräus. Dass die Wahl dann doch auf Athen fiel, hatte vor allem historische Gründe und war dem starken Einfluss ausländischer Philhellenen zu verdanken. Trotzdem ging Syros nicht leer aus. Im 19. Jh. entstanden hier viele stattliche Gebäude. Das Rathaus ist fast so groß wie der Königspalast in Athen, das inzwischen aufwändig restaurierte und seit dem Jahr 2000 wieder bespielte Opernhaus erinnert an die Mailänder Scala.

Ermoupolis

In Ermoupolis (Foto: © Georgios Alexandris - Fotolia.com) gab es die erste staatliche Volksschule Griechenlands (1823) und das erste Mädchengymnasium (1828), hier erschien auch die erste Tageszeitung des jungen griechischen Staates. Bereits seit 1855 wurden in den Werften von Ermoupolis Dampfschiffe gebaut. Hinter dem Opernhaus beginnt das Wohnviertel der reichen Händler und Reeder mit vielen neoklassizistischen Villen. Viele der schönen Häuser des 19. Jh. haben schmiedeeiserne Balkongitter und reich verzierte Türen und Fenster. Enge Treppengassen führen die beiden Stadthügel empor.

In Ano Syros, dem katholischen der beiden Hügel, dienten die Außenmauern des unteren Häuserkranzes als Stadtmauer. Zwei ihrer Tore sind noch erhalten. Innerhalb dieser Mauern fühlt man sich dann wie in einem griechischen Dorf. Außerhalb der Stadt erbauten sich im 19. Jh. viele Syrioten prächtige Landsitze mit lauschigen Gärten in Meeresnähe für die heißen Sommertage. Hier kann man heute Urlaub machen, an kleinen Stränden baden und in Tavernen und Cafés hauptsächlich unter Griechen sitzen. Und wer abends den Duft der großen weiten Welt spüren will, geht ins Spielcasino, die neuste Attraktion der Insel.

Autor: Klaus Bötig