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Thassos

Thassos (oder Thásos) ist die nördlichste Insel der Ägäis. Sie liegt vor der Südküste der Balkanhalbinsel. In der Zeit der Antike erlangte Thassos ganz besondere Aufmerksamkeit wegen des hohen Edelmetallvorkommens. Nicht nur Gold, sondern auch Marmor, Wein, Honig und Öl sorgten für einen regen Handelsverkehr. Durch den Reichtum wurde eine Grundlage zur Kunst geschaffen, die schon in der archaischen und in der frühklassischen Zeit aufzublühen begann. Die Stadt Thásos wurde zum Sitz einer sehr angesehenen Bildhauerschule.

Der Hauptort der Insel Thassos’ ist Liménas (eigentl. auch Thásos genannt). Er ist an der nördlichen Küste der Insel gelegen. Die Insel selbst umfasst eine Fläche von 379 km² und eine Küstenlänge von 95 km. Der höchste Berg auf Thassos ist der Ypsárion mit 1204 Metern. Die Einwohnerzahl entspricht 13.375, nach dem Stand von 2001.

ThassosDie Vegetation auf Thassos ist sehr üppig. Die Landschaft ist untermalt von Olivenbäumen, Nussbäumen, Stechpalmen, Piniengewächsen, Alepokiefern, Platanen und sogar Eichen.

Zudem gibt es auf Thassos eine Vielzahl an wilden sowie kultivierten Obstbäumen. Aus den Quellen im Norden und Osten der Insel entspringt reichlich Wasser, welches sich in Form von Bächen in die gesamte Landschaft unterteilt. Die Küste von Thassos ist sehr vom Meer geprägt, das an vielen Orten ins Land hinein ragt und eine vielfältige Buchtenlandschaft erzeugt.

Das reichhaltige Wasservorkommen auf Thassos ermöglicht es mehreren Amphibienarten sich zu reproduzieren. Auch viele Reptilienarten, darunter auch Giftschlangen, gehören zur Fauna Thassos. Zudem kommen jedes Jahr aufs Neue viele Zugvögel auf die Insel.

Auf Thassos wurden antike Siedlungen sowie archaische Heiligtümer, Kulthöhlen, Gräber und auch zwei frühchristliche Basiliken entdeckt. Die reichlichen Vorkommen an Edelmetallen konzentrierten sich hauptsächlich auf den östlichen Teil der Insel und wurden zuerst von den Phöniziern entdeckt und ausgebeutet. So kann man an vielen Stellen noch antike Gruben und Stollen vorfinden. Ein wichtiger Punkt der Weiterentwicklung der Zivilisation auf Thassos war die wahrscheinlich freundschaftliche Beziehung zu den Römern. Ein Wendepunkt kam jedoch mit der Ermordung Caesars und der Tatsache, dass Brutus und Cassius (die Mörder) die Stadt Thasos als Versorgungsbasis nutzten.

Bewohnt ist Thassos schon seit dem späten Neolithikum und der Bronzezeit. Die ältesten Siedlungen fand man auf Thassos im Jahre 1969 im Süden an der Küste von Marie und bei Kastri. Sie gelten noch als prähistorisch und boten den Entdeckern reichhaltige und hochinteressante Funde. Besonders zahlreich sind jedoch die Zeugnisse menschlicher Population in der byzantinischen Zeit, die sich durch Bergbau, Marmorbrüche, Terrassen und Stützmauern äußern. Noch bis in die letzten Jahrhunderte hinein wurde die Bevölkerung von Thassos immer wieder von Piraten heimgesucht, was sie dazu veranlasste immer weiter ins Landesinnere einzurücken. Zeugnisse daraus ergeben sich aus einer Vielzahl von malerischen Siedlungen, die von der Küste aus nicht sichtbar sind.

Griechenland wurde zu Zeiten des zweiten Weltkriegs von den Achsenmächten besetzt. Thassos selbst wurde dabei unter bulgarische Herrschaft gestellt. Im Rahmen dieser Belagerung deportierte man sämtliche Lehrer, Juristen, Polizisten, Geistliche und auch junge Männer. Zudem wurden alle Schulen geschlossen und sogar ein verbot des öffentlichen Gebrauchs der griechischen Sprache erhoben. Danach kam es zur Ansiedlung von Bulgaren auf Thassos, während die einheimische Bevölkerung unter einer Hungersnot litt. Bereits zu dieser Zeit regte sich in den Gebirgen der Insel bewaffneter Widerstand, der nach der Übernahme durch die Sowjetunion in einen Bürgerkrieg ausartete. Erst 1950 wurden die Kämpfe zwischen den Bürgerkriegsparteien beendet.

Heute ist Thassos ein sehr beliebtes Reiseziel. Zunächst wurde sie in den Sommermonaten rege von der griechischen Festlandbevölkerung besucht, bis sie schließlich auch vom internationalen Pauschaltourismus entdeckt wurde. So finden sich unter den Touristen heute auch zahlreiche Ausländer und unter ihnen auch viele Deutsche. Die Reisesaison auf Thassos erstreckt sich hauptsächlich auf die Zeit von Mitte Mai bis Anfang Oktober, in der dann meist sämtliche Hotels der Insel voll belegt sind. Überhaupt erfährt Thassos zur Zeit einen stetig wachsenden Tourismus-Boom.

Der Fremdenverkehr ist auf Thassos, wie an anderen Orten auch, einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Zudem werden auch heute noch hauptsächlich Honig, Marmor und Olivenöl exportiert. Die Zucht von Schafen, Ziegen und der Fischfang ist ebenfalls eine wichtige Existenzgrundlage für die Thasier. Die Verkehrsverbindungen zum Festland sind nur durch die Schifffahrt möglich, da Thassos selbst keinen Flughafen hat. Täglich kann man die Insel aber mit der Fähre von Keramoti und Kavala, wo auch der nächste internationale Flughafen ist, erreichen. Zwischen den wichtigsten Orten auf der Insel gibt es eine gut ausgebaute Buslinie, die teilweise zweistündigen Frequenzen hat.

Mehr über die griechische Insel auf http://www.thassos-griechenland.com