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Zakynthos

Nach Korfu und Kefalonia ist Zakynthos mit einer Fläche von 410 km² die drittgrößte Insel der ionischen Inselgruppe. Ungefähr 38.000 Einwohner leben auf Zakynthos. Etwa 13.000 von ihnen leben im gleichnamigen Hauptort, der oft aber auch einfach „Chora“ genannt wird. Über viele Jahrhunderte hinweg hatten die Venezianer die Herrschaft über Zakynthos. Heute ist es ein beliebtes Reiseziel für Badeurlauber. Nach Korfu hat die Insel die zweitgrößte Besucherzahl innerhalb des ionischen Meeres.

Zakynthos - im Hafen
 
Unter den ionischen Inseln ist Zakynthos die am südlichsten gelegene. Kefalonia, die nördliche Nachbarinsel, ist 15 Kilometer entfernt. Nach Peloponnes im Osten sind es an der engsten Meeresbreite 9,5 Kilometer. Die Insel Zakynthos selbst ist 40 km lang und 20 km breit. Der höchste Berg ist mit 758 Metern Höhe der Vrachionas. Die Insel ist vulkanisch und sehr von Erdbeben betroffen. Im Westen und Norden erstreckt sich ein Kettengebirge aus Kalkstein. Im Osten ist Zakynthos flach.


Zu der Präfektur Zakynthos gehören noch die unbewohnten Inseln Strofades. Sie liegen Südöstlich in einigen Seemeilen Entfernung im offenen Meer. Nur ein altes Kloster ist dort zu finden. Obwohl sich die Niederschläge auf Zakynthos durch das mediterrane Klima hauptsächlich auf die Wintermonate beschränken, ist die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge ziemlich hoch. Daraus ergibt sich eine üppige Flora.

Die Hügel und Täler von Zakynthos bieten eine landschaftliche Idylle, bewachsen mit Weinreben, Öl-, Lorbeer-, Myrten- und Obstbäumen. Zwischen den Hügel befinden sich Zypressenalleen und auch eine reichhaltige Blumenpracht ist vorhanden. Zwischen Rosen- und Veilchenbeeten findet man immer wieder wilde Hyazinthen. Nicht ohne Grund wurde die Insel von den Venezianern die „Blume des Ostens“ genannt.

Im Altertum wurde Zakynthos Hyria genannt. Die Bewohner waren damals hauptsächlich aus Peloponnes eingewanderte Achäer. Die Römer besetzten die Insel dann im zweiten Jahrhundert v. Chr. und erklärten sie zur Provinz Epirus. Mit der Teilung des Römischen Reiches wurde sie der Ostseite verschrieben und unterlag im 13. Jahrhundert dem König von Neapel. Im 14. Jahrhundert übernahmen dann die Venezianer die Herrschaft. Die Franzosen übernahmen die ionischen Inseln im Jahre 1798, und somit auch Zakynthos. Bereits zwei Jahre später wurde sie aber schon an die Russen abgetreten. Zakynthos gehörte ab 1800 zur Ionischen Republik, die im Jahre 1863 an das Königreich Griechenland fiel.

Wolken über Zakynthos

Die kulturelle Entwicklung auf Zakynthos ist ohne Zweifel den Seefahrern zuzuschreiben, welche die Insel auf ihren Fahrten von Osten nach Westen und von Venedig nach Kreta und Ägypten als Zwischenstation nutzten. Auch die Zakynther selbst waren seit alter Zeit schon eifrige Seefahrer und kamen auf ihren Wegen sogar nach Spanien, wo sie die Kolonie Sagunton gründeten. In Zeiten der Antike wechselten die Zakynther einige Male ihre Bündnispartner und stellten sich im Wechsel auf die Seite der Spartaner oder der Athener. Athenaios, der antike Rhetor und Grammatiker soll einmal gesagt haben, dass die Zakynther nicht sehr kriegerisch gesinnt wären sondern eher den üppigen und friedlichen Wohlstand bevorzugen. Das Christentum hielt im dritten Jahrhundert n. Chr. Einzug auf Zakynthos.

Die Wirtschaftliche Grundlage der Insel Zakynthos bilden der Anbau von Korinthen, Südfrüchten, Wein und Öl. Des Weiteren wird Seide, Seife und Salz produziert. Getreide wird zwar auch angebaut, allerdings nur in geringem Maße. Beim Kap Chieri im Nordosten befinden sich Erdpech-Quellen und auf der Nordseite der Insel gibt es eine Grotte, die man nur vom Meer aus erreichen kann. Aus ihr quilt Mineralöl empor und Teile davon sind mit Wasser erfüllt. Auf Zakynthos soll es obendrein auch Anthrazit und Schwefelvorkommen geben.

Auf Zakynthos gibt es eine Reihe von interessanten Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist schon die an der Ostküste gelegene gleichnamige Hauptstadt selbst. Sie ist in der Form eines antiken Theaters gebaut. Sie liegt an einem Hügel auf dessen Gipfel sich eine venezianische Zitadelle befindet. Zudem gibt es in der Stadt viele Kirchen. Die berühmtesten sind wohl die Phaneromeni Kirche und die St. Dionysius Kirche.

Schiffsfrack auf ZakynthosAuch das Schiffswrack von Zakynthos bedarf einer unbedingten Erwähnung. Es ist ein besonders beliebtes Reiseziel und nur vom Meer aus zugänglich. In einer Bucht mit bis zu 200 Meter hohen Felswänden liegt das Wrack, das einmal ein Schmugglerschiff war und vollbeladen mit Alkohol und Tabak nach stürmischer See strandete. Als die Schmuggler die Küstenwache sahen, die bei dem Wetter partroulierte um Schiffe in Seenot zu retten, setzten sie ihr Schiff in der Panik in Brand. Daher wird die besagte Bucht heute Schmugglerbucht genannt oder im Englischen „Shipwreck Bay“. Sie ist ein Zeugnis des abenteuerlichen Lebens der Seefahrer.