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Astypalaia

Auf halbem Weg zu den Kykladen… Astypalaia ist ein Stiefkind des Dodekanes. Ganz einsam, nur von einigen unbewohnten Felseilanden umgeben, liegt es einsam in der Ägäis. Höchstens an sehr klaren Tagen ist von seiner menschenleeren Ostküste aus die Dodekanes-Insel Kos schemenhaft zu sehen. Über 42 km sind es bis dort, aber nur 36 km bis nach Amorgos, einer griechischen Insel aus dem Archipel der Kykladen. Verwaltungsmäßig gehört Astypalaia zur Dodekanes Insel Kalymnos, doch erinnert der Anblick des Inselstädtchens ganz eindeutig an die Kykladen.

Astypolaia - Pera Gialo 

Vom Ufer der Hafensiedlung Pera Gialo ziehen sich die weißen Häuser einen steilen Hang empor, den eine kleine Festung krönt. Um sie herum bilden weiße, zumeist zweigeschossige Flachdachhäuser die Chora, die alte Hauptsiedlung der Insel Astypalaia. Auf der anderen Seite fällt der Burgberg zum grünen Tal von Livadi ab, das sich weit inseleinwärts bis an den Rand für Amorgos typischer, kahler Hänge zieht.


Auch topographisch erweist sich Astypalaia als hin- und hergerissen. Die westliche, den Kykladen zugewandte, und die östliche, dem Dodekanes zugewandte Inselhälfte sind nur durch einen 120 m schmalen Isthmos miteinander verbunden. Darüber sollte im vorletzten Jahrhundert sogar einmal eine Staatsgrenze gezogen werden: Als am Ende des griechischen Freiheitskrieges 1830 die Grenzen des neugriechischen Staates festgelegt werden mussten, konnte man sich über Astypalaia nicht einigen. Gehörte es zu den Kykladen, die frei werden sollten, oder zum Dodekanes, der weiterhin dem Osmanischen Reich angehören musste? Man teilte einfach die Insel, nahm diesen irrwitzigen Beschluss dann aber wieder zurück und sprach das gesamte Eiland dem Sultan zu.

Als Urlaubsinsel ist Astypalaia noch nicht vom Pauschaltourismus entdeckt. Große Hotels fehlen auf Astypalaia völlig, die Strände sind nur durchschnittlich. Wassersportmöglichkeiten gibt es kaum, bedeutende historische Sehenswürdigkeiten ebenfalls nicht. Astypalaia ist eine Insel, auf der man tagsüber relaxt, und abends entweder vom Ufer aus den Anblick der Chora mit dem angestrahlten Kastro genießt, oder durch die Tavernen und Bars des mittelalterlichen Dorfes zieht. Die sind nicht auf Inselhüpfer angewiesen, die nur ein paar Tage bleiben. Astypalaia hat viele Stammgäste, die schon seit Jahren und Jahrzehnten kommen, weil sie sich auf der Insel und insbesondere in der Chora ein Häuschen gekauft haben. So hat das winzige Astypalaia durchaus internationales Flair der angenehmen Art.

Autor: Klaus Bötig